Simon Soltau – SiMo Sol’s Atelier
Simon Soltau, Jahrgang 1975, ist ein deutscher Künstler und Masters of the Universe Fan, der unter dem Namen SiMo Sol bzw. SiMo Sol’s Atelier bekannt ist. Seine aufwendig ausgeführten MotU-Gemälde entstehen in klassischer Ölmalerei auf Leinwand und orientieren sich bewusst an der Fantasy- und Verpackungskunst der 1980er Jahre. Simon selbst bezeichnet seinen Stil als „Classic styled fantasy oil painting“. Zu seinen wichtigsten Vorbildern zählen die klassischen MotU-Künstler Rudy Obrero, William George und Earl Norem.
Simon zeichnet und malt seit seiner Kindheit. Seine ebenfalls malende Mutter vermittelte ihm erste Grundlagen; mit etwa 15 oder 16 Jahren begann er mit Ölfarben zu arbeiten. Künstlerisch ist er weitgehend Autodidakt. Masters of the Universe begleitet ihn seit 1982/83, als er im Alter von sieben Jahren seine ersten Figuren erhielt.
Seine eigentliche Reihe von MotU-Ölgemälden begann 2010 mit „King of Castle Grayskull“. Grundlage war das gleichnamige Mini-Comic-Motiv von Alfredo Alcala. Simons Idee bestand darin, die Bildwelt der frühen Mini-Comics mit der Wirkung der klassischen MotU-Box-Arts zu verbinden. Die positive Resonanz in der Fangemeinde führte zu weiteren Arbeiten. Seit 2013 malt er regelmäßig MotU-Motive und wurde im selben Jahr erstmals zur Grayskull Convention eingeladen.
Charakteristisch für seine Gemälde sind kräftige Farben, plastisch modellierte Figuren, dramatische Lichtführung und detaillierte Landschaften. Häufig greift Simon bekannte Mini-Comic- oder Cardbackmotive auf, komponiert und interpretiert sie jedoch neu. Seine Bilder sollen dabei keine bloßen Figurenparaden sein, sondern einen konkreten Moment einer Geschichte auf Eternia darstellen. Die Entwürfe und Perspektiven plant er inzwischen auch digital und teilweise mit 3D-Modellen. Das endgültige Gemälde entsteht jedoch weiterhin mit Pinsel und Ölfarbe in mehreren Schichten. Ein Werk kann bis zu sechs Monate Arbeit beanspruchen.
Simons Arbeiten stehen damit für eine innerhalb der heutigen MotU-Kunst selten gewordene Verbindung aus Fanleidenschaft und traditioneller Fantasy-Ölmalerei. Statt die Ästhetik der alten MotU-Meister digital nachzuahmen, führt er deren handwerkliche Tradition auf der Leinwand fort und entwickelt daraus seine eigene Interpretation Eternias.
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